Anika

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Anika Beer - wer ist das überhaupt?

Hinter jeder Geschichte steht ein Mensch, der sie erzählt. Und hier stehe ich.

Kurzbiografie für eilige Leser:

Anika Beer ist ein Herbstkind des Jahres 1983 und wuchs in der Bergstadt Oerlinghausen am Teutoburger Wald auf. Das Schreiben und Lesen fantastischer Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit. Außerdem interessiert und begeistert sie sich für Kampfkunst, fremde Kulturen und Naturschutz. Nach dem Abitur lebte sie einige Zeit in Spanien, bevor sie in Bielefeld ein Biologiestudium begann. Nach Abschluss der Bachelorarbeit nahm sie eine Teilzeitstelle an der Universität an, bis sie sich im Juli 2010 als Schriftstellerin selbstständig machte. Bis heute lebt und schreibt sie in Bielefeld.

Und hier die Langfassung für alle, die mehr wissen wollen:

Mein Leben ist voller Geschichten, so lange ich mich erinnern kann. Das verdanke ich vor allem meinen pädagogisch cleveren Eltern, die ihrer Landplage von einer frühaufsteherischen Tochter schon im zarten Kindergartenalter das Lesen beibrachten - damit sie selbst morgens länger schlafen konnten. Die ältesten meiner Erinnerungen hängen alle irgendwie mit Buchstaben zusammen - und natürlich mit Büchern. Meine absoluten Lieblinge waren damals »Der Räuber Hotzenplotz« und »Karlsson vom Dach«, wobei vor allem Letzterer noch heute meine Geschichten beeinflusst: »Knallen muss es tüchtig, und lustig will ich's ha'm!« oder auch »Spaß muss ich haben, sonst mach ich nicht mit!«.

Wann ich damit angefangen habe, selbst zu schreiben, kann ich gar nicht so genau sagen. Meine erste Schreibmaschine bekam ich zu meinem achten Geburtstag, aber das war höchstwahrscheinlich nicht der echte Startschuss. Tatsächlich bezweifle ich, dass es so etwas überhaupt gegeben hat. Es hat einfach immer irgendwie dazugehört. Mein Vater hat sich für mich Geschichten zum Einschlafen ausgedacht, und überhaupt war ich eigentlich ständig zwischen Geschichten hören, Geschichten lesen und Geschichten erfinden unterwegs - allein, mit meinen Eltern, oder mit meinen Freundinnen. Es hat einfach immer dazugehört. Und das tut es bis heute. Ein Alltag ohne Schreiben wäre für mich absolut undenkbar.

Bei einer dermaßen starken frühkindlichen Prägung ist es wohl kein Wunder, dass mein Berufswunsch schon ziemlich früh »Schriftstellerin« hieß. Mit zwölf träumte ich zum ersten Mal davon, die jüngste je veröffentlichte Autorin der Welt zu sein. Mit sechzehn bekam ich, was das betraf, allmählich Torschlusspanik, obwohl das noch lange vor Paolini und Eragon war. Aber am Ende musste ich doch mein zwanzigstes Lebensjahr ein gutes Stück hinter mir lassen und fünf komplette Romane schreiben, ehe ich mich zum ersten Mal für gut genug hielt, überhaupt etwas bei einem Wettbewerb einzureichen. Nach dem Abitur jedenfalls war ich noch nicht soweit, und mir wurde klar, dass ich irgendetwas tun musste, um die Zeit zu überbrücken, bis ich reich und berühmt bin - denn bis dahin würde es wohl noch ein Weilchen dauern. Also tat ich, was mich nach der Schreiberei am meisten interessierte: Ich ging nach Spanien, um als Kindermädchen zu arbeiten, und studierte anschließend Neurobiologie, was mir bis heute unglaublich viel Inspiration für meine Geschichten beschert.

Meinen wahren Berufswunsch konnten diese kleinen Umwege allerdings nie erschüttern, und auch nicht den Platz der Geschichten in meinem Leben - weder den meiner eigenen, noch den von anderen. Meine Schreibe entwickelte sich mit den Büchern, die ich las, fand Einflüsse von hier und da und manchmal, ganz selten, sogar aus Schreibratgebern, die ich aber zumeist zu faul zum Lesen war und bin. Die bombastischen High-Fantasy-Zyklen meiner Teenagerzeit, wie beispielsweise der »Deathgate-Cycle« von Margaret Weis und Tracy Hickman oder der »Cheysuli-Zyklus« von Jennifer Roberson, vermischten sich mit Hesse und Dürrenmatt, mit Jeffrey Eugenides' »Middlesex«, Noah Gordons »Medicus« oder Akif Pirincis »Felidae« - und, nicht zu vergessen, den langsamen, verstrickten und oft düsteren Erzählstrukturen japanischer Manga und Anime. Heute, denke ich, habe ich aus all diesen wild zusammengewürfelten Einflüssen meinen ganz eigenen Stil zusammengebastelt. Mein Studium hat mich gelehrt, dass man keine eigenen Welten zu erschaffen braucht, um Mystik und scheinbar Übernatürliches zu finden. Deswegen ist die Urban Fantasy auch mein liebstes Genre: Weil sie erlaubt, all die Dinge, die ich in Geschichten mag, miteinander zu vermischen. Weil es mich reizt, frei erfundene Dinge so zu erzählen, als könnten sie wirklich wahr sein, bis die Realität mit der Fiktion verschwimmt.

Wohin mich mein Weg als nächstes führt? Ich kann es nicht genau sagen. Auf eine Reise nach Japan. Zu neuen Menschen, neuen Orten, neuen Geschichten. Immer mutig noch einen Schritt weiter, auch wenn das Ende des Weges nicht zu sehen ist - wenn er überhaupt ein Ende hat, was ich nicht hoffe. Ich bin in der glücklichen Lage, von und mit meinen Geschichten leben zu können. Das ist alles, was ich wissen muss, um glücklich zu sein.

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